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Once again,...

Liebe Helena,

mir gehts wirklich ganz ausgezeichnet. Ich hab ne Stelle inner Firma sicher, werde verkürzen und komm beruflich nach wie vor spitzenmäßig zurecht. Problem is ma wieder Omma. Nach ihrem Oberschenkelhalsbruch vom letzten Jahr liegt sie eigtl. nur noch apathisch zu Hause, hat aber inzwischen aufgehört ständig grundlos um hilfe zu schreien. Nächstes Problem: Die Mutter vom Kölner hatte Krebs im Endstadium, hat es ihm erst im letzten Moment gesagt...echt schlimm. Er is ganz komisch wenns um das geht. Sonst kanner auch plappern bis die Polkappen schmelzen, aber wenns darum geht spricht er überhaupt nich drüber.Aber mir und Frau gehts gut, endlich mal wirklich unkompliziert und auf beiden Seiten gleich. Sehr schön. Die Band schläft vorerst wieder n bisschen, aber hat in letzter Zeit mehrere Angebote zum auftreten bekommen. Bin gespannt. Beruflich bin ich quasi von Grenze zu Grenze überall gewesen und richtig schöne Sachen gabs nich... außer den Stuttgarter Vorstädten im Sommer. Die sind klasse. Und die Leute in München direkt sind auch voll nett. Aber das wars dann eigentlich auch schon. Für mich stehts fest: Ich bleib wohl eh hier in Hannover und baue ne neue Abteilung in unserem Unternehmen auf. Ist schon unheimlich wie harmonisch so ne Beziehung sein kann, blöderweise kommen die Freunde dadurch aber auch ganz schön kurz... dieses Jahr wirds hoffentlich was mit ein paar mehr festivals... ma schauen, vielleicht treffen wir uns ja sogar... hier mein verspätetes V-Day Geschenk:
eX2954U3 
  Viele Grüße!
20.2.08 22:29


Liebe Helena...

Da ohnehin niemand außer Dir mein Weblog liest, antworte ich mal auf diese Art und Weise. Inzwischen hat sich das eine oder andere bei mir getan: Ich hab ein paar Monate mal nicht die nächstbeste genommen, sondern abgewartet und gewartet bis ich das kriege, was ich wirklich will. Als es mir dann aber doch ein bisschen zu eintönig wurde, wär ich fast auf ne 29-jährigen Metallerin ausm Nachbarort eingegangen, hab mich aber (hört, hört) zusammengerissen und wurde mit meiner jetzigen Freundin belohnt. Richtig: Ich hab auch ma wieder Glück. Und bin seit nem Monat voll und ganz zufrieden. Mir gehts richtig gut. Zwischendurch bin ich dann ma inner Berufsschule, oder quer durch Deutschland unterwegs, letzter großer Trip: 8000km in 4 Wochen, im normalen Kundendienst nur 2500 in zwei. Sehr nobel so ein Touran. Als ich mich Anfang dieser Woche drauf eingestellt habe in unserer Tonermine schuften zu müssen kam die Erlösung um fünf vor 12, bzw. 8: Ich sitze die ganze Woche schon dran eine Schnittstellenlösung in unserer Solution Support Division zu entwickeln. Geld verdienen ohne zu arbeiten. Interessant. Mir platzt zwar zwischendurch ständig der Kopf, aber son paar Stunden batch-Programmierung is auch nich das Schlimmste. Die Unternehmenszusammenlegung mit unserem Mutterkonzern läuft auf Hochtouren, dürfen uns ab heute auch nich mehr mit dem alten Namen am Telefon melden und es gibt neue Berufsbekleidung. Privat hab ich jezz auch mobiles Internet incl. ICQ und Email. Sehr praktisch, da ich für meinen grandiosen Hardcore-Cambridge-English Kurs (der einzig anstrengende Wahlpflichkurs an unserer Schule) noch arschviel zu tun habe und diverse Referate vorbereiten muss. Ach ja: Ne Wechselfestplatte hab ich mir jezz auch gekauft, die gerad im Hintergrund formatiert wird. Zwischendurch hatte meine Band auch ihr Comeback wo aus den entferntesten Gegenden Deutschlands meine Festival-WG zusammenkam um mich und den Rest live zu hörn. Sehr cool muss ich sagen, reichlich gepatzt aber mörderische Stimmung. Meines Bruders neue Ische hab ich gestern auch gleich kennengelernt, zwar ausser Zone, aber nett. Seine Beleuchtung und der ganze andere Kram sind natürlich noch keinen Schritt weiter... schleift wieder Alles, aber Job und Frau gehen vor. Insgesamt wars nich soviel Neues (wie immer, wenn ichs vorher andersrum ankündige...), eben noch zwei Stunden mitm Maik telefoniert, und, ach ja: Inzwischen über die Flensburgerin hinweg! Das war für mich auch das Ausschlaggebende was sein musste bevor die nächste Ische kam. Soviel von mir. Fänds nett wenn wir in Kontakt blieben, könntest mir auch stillschweigend schmeicheln indem Du beim Sex weiterhin an mich denkst, aber: is ja nich mehr meine Baustelle. Aber auch wenn ich vorhin nicht eins von unsern stundenlangen Gesprächen anzetteln wollte, denk dran: Ich bin immer für Dich da.

1.11.07 22:12


Nicht zu vergessen:

Zum Rockharz dann noch wenigstens: Mille war schon wieder ganz aufgeregt, zischte ganz viel durch die Zähne und wurd schon wieder wüst. Flag of Hate steht aufm Plan und ihm passt was nich, Mille:

"Wenn ihr Penner "Hate" nich aussprechen könnt, dann buchstabier ich euch das nochmal! --- Hate! "

 

Oder auch die Ansage von Peavey aufm WOA:

"Wir spielen jezz ein Stück von Johann Sebastian Bach."

--Pause--

"Das war ein deutscher Komponist."

9.8.07 22:45


the clansman (nur wegen des Zwischenrufs)

Meine Fresse, wenn ich gerade ma so überschlage, was in letzter Zeit Alles so passiert ist...: Erst einmal: Mir gehts gut. Richtig gut. Nicht nur wieder Klassenbester, sondern diesmal auch gleich noch Kammersieger (inner Zwischenprüfung), RockHarz, WOA und das eine oder andere Persönliche. Nach dem RockHarz (sehr angenehm, vor Allem wegen Mille)  gings eigentlich erst richtig los: Tag und Nacht am Bus gearbeitet und innerhalb von wenigen Wochen mit united forces aus ner gammligen Hippie-Karre einen sehr, sehr gutes Type-0-Mobil gebaut, dass sogar Peter Stalin in Wacken erblassen ließ. Und das Alles parallel zur Arbeit (quasi jeden Tag Doppelschicht) und ohne Schlaf, mit wenig Essen, viel Geduld & Herzblut und ohne nennenswerte Verletzungen meinerseits (ausnahmsweise). Der GloToob Mk II Prototyp funktioniert astrein und wirkt genauso wie er soll. Das Bushnell Holosight ist hochinteressant und wenn mir mit der AIRASAD-Brille nicht mehr komisch wird, klappt das vielleicht auch noch. Bruders Beleuchtung und der Peilsender sind natürlich wieder auf der Stecke geblieben, aber irgendwo muss man ja mit den Abstrichen anfangen. Egal, erstma: Das diesjährige WOA.                                           Als der Braunschweiger (endlich wieder dabei) eintraf, hatte er jemanden im Schlepp: Elias. Ein siffiger Typ, der 18 und das erste Mal dabei war. Man ahnt ja nich, was sowas nach sich zieht (wahrscheinlich ham wa auch noch alle Pest, Pocken und sonstwas von dem Vogel)... auf jeden Fall mussten wir in letzter Minute noch Bussi instandsetzen, nachdem er auf die Minute fertig wurde, aber in letzter Sekunde noch sein Kühler undicht wurde. Nervenkrieg pur. Und während der Fahrer samt Ische schomma gen Wacken zuckelten (max. 80) brachte ich noch schnell im Franzosen (mit Braunschweiger, Elias und  der S.)die alten Nummernschilder zum Schrauber, fuhr nach Hildesheim, und merkte dort, dass dem Schrauber noch was fehlt, also schnell Kanister + Rüssel gekauft und ab dafür, wieder zurück. Nachdem zu diesem Zeitpunkt schon die ersten zwei Träger leer waren, konnten wir nun auch noch gleich Bier nachfassen. Nächste Runde: Autobahn. Habs schon kommen sehen..."Ööööhm... kannste hier gleich ma anhalten?" Gesagt, getan. Auf allgemeinen Beschluss (der besoffenen Penner, mir is ja Alles egal) nahmen wir auch gleich einen Zimmermann mit, der auch nach Hamburg wollte. Dadurch sah Elias seine große Chance gekommen und griffelte gleich ma an der S. rum. Die fand das auch noch gut, bis sie sein Angefasse zwischendurch mit einem ungewohnt souveränen "Hast Dir bestimmt nich die Hände gewaschen, oder!?" vorübergehend unterband. Mann, was hab ich gelacht. Bussis Vorsprung schrumpfte und schrumpfte und einen Zimmermann, diverse Biere und Pinkelstops später war es soweit: Stau. Schätzungsweise 2-3km hinter Bussi ging auf einmal gar nix mehr und es kam zu ersten lustigen Situationen, wenn einem kurz vor Wacken im Stauf auffällt, dass man z.B. zwei nach wie vor leere Kanister hintendrin hat und man an der letzten Tanke just vorbeigekachelt ist, weil 180 fahren-wos-noch-geht interessanter ist als nachdenken. Oder unser Einsatz fürs Klima, indem wir natürlich nicht die stündlichen 20m gefahren sind, sondern geschoben haben. Sehr zur Belustigung unsrer Nachbarn, wie z.B. den bekloppten Schweden hinter uns, die einen sogar anhupen(!) wenn man die 10m Lücke vor sich nicht ausfüllt. Andere nahmen sich an uns ein Beispiel und schoben mit uns um die Wette, etc. Bier-Behälter-Vergleiche zwischen Belgien(1l), Deutschland(0,5l) und Frankreich(0,25l) brachten (ähnlich wie das Taxi-auslachen&bemitleiden) das eine oder andere Shmunzeln auf unsere 8h-Stau Gesichter. Gegen 1 trafen wir auf Bussi mit Besatzung und legten ne Pause ein. Bis ca 2. Dann floß es relativ gleichmäßig und zügig, und auch die Polizei und die Rettungsdienste kamen nicht mehr auf die lustige Idee abwechselnd aufm Seitensteifen und in der Rettungsgasse aufzutauchen. Sehr unterhaltsam, wenn man ein Auto fährt, das ohne 4-stelligen Code nicht sofort anspringt und schon gar nicht aus dem Weg fährt. Auf jeden Fall trafen wir die Westerwalder aufm Edeka-Parkplatz und machten uns dann auf die Socken zur Tanke (Kanister füllen) und bretterten in einer wilden Verfolgungsjagd Bussi hinterher, weil irgendwelche Asis im Stau aufm Seitenstreifen das gute Argument hatten, dass ein RTW hinter ihnen stand und sie irgendwie da-weg und dementsprechend vor-mich mussten. 0400. Relativ zügig gings dann weiter, ohne Umschweife und Probleme aufs Gelände (diesmal ohne Anti-Hoschi-Kontrolle), Wagenburg aufgebaut,
 (mit zwei Kombis und zwei Kleinlastern... is schon irgendwo beeindruckend...), Plane aufgezogen, Zelte aufgebaut, Moppel angeschmissen, mal wieder den Moppel-Operator abonniert und kurz nach 6 noch kurz Mutter angerufen und schlafen gelegt. Insgesamt: 26h auf den Beinen gewesen, davon 14h Anfahrt, plus schrauben, plus Einkäufe & Zapfe leihen, etc.                                                                   Erlösender Schlaf. Irgendwann dann ausm Zelt gepellt, die obligatorische Dose Ravioli kalt gelöffelt (wie es sich gehört) und schomma n bisschen geschnackt. Schiere Verzweiflung bzgl. der Zapfe. Schlauch vom Fass zur Zapfe, Schlauch vonner Kohlensäure zum Fass, aber: Passt nich auffe Flasche. Son Dreck. Naja, die Peristaltik und die Pumpe warn im Arsch, daher hatte ich nachm aufstehen (und noch vor den Ravioli) gut zu tun. Danach aber wurde ich immernoch nicht stutzig, da der Fahrer sich schließlich eh besser mit sowas auskennt als ich. Ich hatte nur nicht bedacht, dass er zu diesem Zeitpunkt mal eben die Nacht durchgemacht und sich zwei Flaschen Gin zu Gemüte geführt hatte und entsprechende Vorschläge brachte wie z.B. "ho´ma die Flex, ich kürz das ma eben". Gott sei Dank hatten wir nur die Hilti-Stichsäge und den Hilti-Akkuschrauber dabei. Als die Kölner nach einer mehrstündigen Tour wiederkamen und versuchten ein Adapterstück aufzutreiben war es nicht mehr weit bis zu des Rätsels Lösung. Ein geistesgegenwärtiger Klempner nahm den Kölnern sein Sammelsurium von Gewinde-Adaptern wieder ab, als er erfuhr, was sie damit vorhatten. Nur weil sein Kollege panisch wurde und schrie, er solle diesen Wahnsinnigen sofort den Kram wieder wegnehmen, weil sie vorhätten ne Kohlensäure-Pulle ohne Druckminderer anzuklemmen. Klick. Druckminderer. Da war doch was. So liehen sich die Kölner von ihrem geliebten Zapfmeister vom Edeka-Parkplatz für lächerliche 100€ Pfand einen Druckminderer. Als sie damit aufliefen sponn ich Theorien, dass wir damit fast den ersten kommerziell und industriell nutzbaren Bierschneider in Betrieb genommen hätten, den die Welt je gesehen hat. Hätte bestimmt ein schönes, kreisrundes Loch in der Edelstahlstahl-Tropfschale, im Tisch darunter und im Boden sowieso gegeben. Oder wenigstens nen ordentlichen Knall, wenn die Zapfe sich statt der geplanten 0,7Bar auf einmal mit 200Bar konfrontiert gesehen hätte. Als die andern das so erzählten, viel mir doch auf, dass ich auch einen gekriegt hatte... wo war der bloß!? Und siehe da: Ein Griff und da war er. Ordentlich auf dem Faß positioniert, das wir dazu kaufen mussten, weil die Wichser uns für unser Bier keine Zapfe vermieten wollten. Die andern ham mich n bisschen dumm angeschaut, aber hätten ja ruhig mal fragen können... oder nachsehen... oder beides.  Die Bier-Bilanz fiel für dieses Jahr sehr trübe aus... knapp 60 Liter von 180. Wie peinlich. Aber dafür ordentlich Schnappes weggehauen. Ne Pulle Southern Comfort ist bei so sommerliche Temperaturen echt schwer leer zu kriegen. Aber Vodka Lemon und so is schon sehr fein. Auf jeden Fall erstma: Bändchen holen (diesmal in rot-schwarz) und kacken-dreist einfach mit unserer Gruppe mitten in die Schlange reindrängeln. Funktionierte tatsächlich, ohne dass jemand was gesagt hätte. Brav. Es folgte rumpilgern und alte Bekannte treffen und so und feststellen wie unpraktisch viele das schon wieder geworden sind. Erster Blick über den Metal-Markt für spottbillige 2,70€ weil die 100 Ösen für den Rest ja nich reichen. Zu Recht, wie ich finde, denn die abgenutzten Tussis die da ihre Möpse hüpfen lassen heissen jezz nich mehr Girls on Wheels sondern Girls from Hell. Uiuiui. Allein dafür hat sichs schon wieder gelohnt... Zumindest draußen zwei Patches gefunden, die sonst keine Sau hat, aber immernoch kein Backpatch. Altauflage der Insanity & Genius hab ich jezz auch (wieder)... und schon wieder allgemeines rumgeassel beim Lager und gegenseitiges Angestiere der Altehrwürdigen während ich nur dauernd losrenne um den Durst des Moppels zu stillen.Schön war auch das "OCH NÖ, JUNGE" als Elias der S. was ins Ohr flüsterte. Schon wieder königlich amüsiert. Zwischenzeitlich mit vorübergehender Übelkeit erwacht und einfach weitergepennt wenn mir nach brechen zu Mute war... klappt immernoch. Nächster Schritt: Im Festivalbetrieb aufs Gelände kommen. Is so ähnlich wie ne Zahnsteinentfernung an ner laufenden Kreissäge... oder das exakte Gegenteil. Als A+M schon drin waren, wurde der Fahrer gerade abgetastet und ich stand noch dahinter als es plötzlich hieß, dass das Feuer, was da vorne im Stroh gerade gelöscht wird, besser gelöscht werden kann, wenn jezz keiner mehr reinkommt (!?).  Da wir durch den M. und die A. zwischenzeitlich mit Bier versorgt wurden machte es schon fast nichts mehr da so dumm rumzustehen. Aber es kommt noch viel besser. Ein paar südamerikanisch-dreinblickende Jungens erkannten ratz-fatz die akustischen Eigenschaften der Aluholme von der Eingangsüberdachung. Folge: Erst ein paar Samba-Rhythmen. Und DANN: Das Anfangsgetrommel von Refuse/Resist von Sepultura (einfach mal reinhören, falls unbekannt), einschließlich der tobenden Menge, die mitsingt und am Ende total durchdreht und jubelt, als wären Maiden dieses Jahr schon dabei. Als nächstes kamen wieder irgendwelche kurzhaarigen Fußballspinner (IHR...SEID...SO...LÄCH-ER-LICH, etc. die ganze Palette...), die meinten die ohnehin schon verblödeten Metal Guards und -Gardinen damit zu spontaner Initiative und Selbstbestimmung anregen zu können... Was für Trottel. Und das zum Mittag, während ich bisher nur zwei Bier und ein belegtes Brötchen für spottbillige 3,50(nur das Brötchen!!) zum Frühstück hatte. Dann aber rein. Therion und so kucken. Schon nett. Ich glaub vorerst auch nix spektakuläres, eher ein Tiefpunkt, dass Hansi die dusselige Kuh immer den selben Pullover anzieht und immerhin inzwischen zwar mitm Publikum redet, aber ständig aufn Boden glotzt, der Penner. Zwischendurch ein 4Euro Hot-Dog mit E1-E604, aber ich glaub das Highlight des Tages warn schon die Feuerwehrjungs, die unaufhaltsam auf dem frisch abgebrannten Stroh in voller Montur(!) hin und her wankten um den Boden matschig (Gegenteil von brennbar) zu halten und zwischenzeitlich in Sekundenbruchteilen so manchen Stiefel blank putzten. Irgendwann dann wieder trinken und am Zelt rumblödeln und so und auch schomma kacken aufm Spülklo (war gerade taktisch gut gelegen) und was man sonst nich Alles so tut. Aber mit der (hochgradig romantisch-nebligen) Nacht in der ich ne Sternschnuppe weiterverschenkte, kam auch schon der letzte Morgen der Festivaltage. Und es begann nach dem Genuss meiner 5€-Trekking-Mahlzeit auch schon der Black-Marathon-of-Doom, das ausweglose Dauer-Gebrüte in der verdammten Sonne. Wie gut, dass ich vorher noch schnell für Alle nen Eimer Sonnen-Schmadder mit Sofort-Wirkung gekauft hatte. Eigtl. nur für mich, hat aber für alle gereicht. So folgten die Bands Schlag auf Schlag und es war so voll wie wahrscheinlich nie zuvor. Irgendwann war ich auch nochma einkaufen, aber viel wichtiger war mein kleiner Plausch mit einem Metal-Guard, der mir erzählen wollte, dass das ja nich gut sei, dass ich einfach so über die Absperrung des Mischer-Turms gehüpft bin und hier jezz hinstrullen würde. Dies würde bei Wiederholung dazu führen, dass ich des Geländes verwiesen würde. Wiederholung? Wieso sollte ich mich nochmal dahinstellen und mir von soner Ost-Glatze auffe Nudel glotzen lassen? Wenn ich Publikum bräuchte, hätte ich mich bestimmt nicht an die einzig leere Stelle des Geländes gestellt. Son Penner. Zwischendurch noch schnell der eine oder andere Bühnenwechsel für Turisas (zu W.E.T.) und Stormwarrior (zu weit weg), die übrigens nicht (Bound By) The Oath gespielt haben, aber dafür Ride The Sky. Und I Want Out (als wir schon bei In Flames warn). Hach ja, In Flames... ich mag ja Sänger in Jogging-Anzügen, die ihr Publikum zum Hüpfen animieren... vielleicht lässter sich ja auch noch die Haare abschneiden... Total geiles Konzert. Würde ich jezz schreiben, wenn nicht ca. 40.000 Leute zuviel dagewesen wären, die alle von hinten nach vorne crowdsurfen mussten und damit den Fahrer und seine Frau niederschlugen, worauf die S. und ich mit den beiden angeschlagenen den Rückzug antraten. Auf dem Weg zurück erkannte wir erst wie viele Leute wirklich da waren. Das Ganze WOA war hier. Nicht nur das Gelände war voll, sondern auch der ganze Vorbereich um den Biergarten herum. Trotzdem: Nur headbangende Kurzhaar-Asis und andere Spacken... zum kotzen. Interessant war auch, dass jeder von solchen 2m-Pennern auf die Anweisung "Meter links oder Meter rechts, aber nich vor mir" ehrfürchtig reagierte. Immerhin. Aber zurück zum Lager, der Fahrer und Frau gaben auf (wohl doch schwerer angeschlagen) und am Ende (0100) blieben nur die S. und ich und wünschten dem Nasenmann noch ne gute Nacht (sonst kam auch keiner vorbei) bis wir bis 0400 quatschten und ich aus was auch immer für Gründen vorschlug jezz Schicht zu machen und ins Bett gehen. Die wurde mir zwischendurch erschreckend sympathisch. Nüchtern und nachdenklich in Wacken einschlafen zu wollen ist nicht unbedingt einfach. Logisch, aber normalerweise trifft auch nichts von beiden ein. Und schon gar nicht beides. Aber am nächsten Morgen war die Stimmung schon besser. Das typische, übermüdete, kontinuierliche Gelächter tat schon weh, ließ aber kein Auge trocken. (Wenn ich nur noch wüsste, was da so lustig war!?) Aber die Sachen warn dann auch relativ schnell gepackt und es ging wieder nach Hause. Bin erstklassig durchgekommen, Elias hat zwar mit Ansagen wie" Fahrn heut überhaupt Züge? Einmal im Monat fährt die Bahn doch nich!?" genervt, aber als ich ihn mit dem Braunschweiger zusammen rausschmiss, hatte ich endlich meine Ruhe. Und kam überall bestens durch, ohne verfahren. Total gut. Nich ma richtig im Stau gestanden. Und der Tank war auch dicht. Bei der Hinfahrt hatte ich schon befürchtet den aufm Bordstein aufgerissen zu haben, aber nö, Gott sei Dank alles klar. Wie immer ging unter der wohlverdienten Dusche die Hälfte meiner Bräune ab und outete sich als Dreck, aber für meine Verhältnisse hatte ich sogar Farbe gekriegt. Wirklich schade, dass dem Rest fürs Fun&Crust die Motivation und die Kohle fehlt, ich krieg den Hals gerad echt nich voll mit Festivals.  Freu mich schon wieder auf die nächsten hochheiligen Metaller-Festtage. Machs gut, Wacken, bis nächstes Jahr, Rain or Shine!
Hoch die Tassen! ...und Fotos kucken bei flickr! Hail & Kill! (Mein unsagbarer Spitzname hat sich inzwischen in der einen oder anderen entschärften Form als ganz akzeptabel erwiesen, und im Ernst: So fucking what!?)  Mein erstes, trockenes WOA... und man fühlt sich echt noch true wie fürn halbes Jahr.

9.8.07 22:39


a spaceman came travelling...

...von Chris de Burgh. Wow. Hab eben bitterlich dazu geweint. Mann, is das schön... So als kleine Ergänzung zur täglichen Dosis Type 0 Negative die zwar auch nich gerade die Stimmung aufhellen aber der ideale Selbstmord-Soundtrack wären. Wer jezz "emo" denkt, kriegt gescheuert! Hab mich endlich dazu hinreissen lassen mich bei den Lokalisten anzumelden. Und tolle Bilder mit meiner neuen Nikon gemacht, die kann nämlich auch "Action-Shots" sprich: Burst-Fire. Macht in 2 Sekunden 16 Aufnahmen und setzt die gleich als Bild zusammen. Großer Spaß, genau wie der Rest. Der GloToob Mk II Prototyp ist seit gestern gegossen, aber nach wie vor nicht trocken. Hab mir heute zwei Tin Whistles gekauft und endlich das Video zu The Whistler von Jethro Tull gesehen. Und schon wieder Klassenbester (Schnitt 1,6).                                                                                                                                                                 Trau keinem Kannibalen, nur weil er mit Messer und Gabel isst!
25.6.07 23:08


Metall.

Bin neulich zum ersten Mal mit meiner neu angelegten Kutte unterwegs gewesen und weiss jezz wie Frauen mit Kopftüchern sich fühlen müssen... Ich kam in diesem Zusammenhang halt auch auf den Vergleich Musik/Religion. Das trifft endlich mal den Kern: Was hat man immer even if everything else fails? Richtig. Genau das. Stichwort Anfang Christentum: Löwe+Arena+Christ= Na was wohl...Singen zum Mut machen, Musik wenn nichts Anderes bleibt. Gerade wenn mans auch noch selbst macht und auslebt, bekommt das Alles ne allesentscheidende Rolle und ist für mich Lebensinhalt mit Allem was dazugehört. Gerade unsere Musik ist ne Grundeinstellung und wir bilden tatsächlich die so gern metapherierte Metal-Gemeinde. Man glaubt daran, auch wenn nicht Alles plausibel, rational(hab ne Viertelstunde gebraucht um auf dieses Wort zu kommen) und logisch ist. Intuition und Instinkt lassen erste Eindrücke umso wichtiger werden und erzeugen schnell Vorurteile, daher ist es oft nicht jedermanns Sache, gerade in Verbindung mit großen Mengen Alkohol, die den Konsumenten ausschließlich mit dem Hirnstamm denken lassen und kognitive Prozesse aufs Wesentliche beschränken. Den Menschen macht es nun einmal aus, den ganzen Tag Entscheidungen treffen zu müssen. Die müssen aber auch in jedem Zustand getroffen werden können. Der Punkt an dem man andere anweist neuen Sprit in den Moppel zu kippen und letztendlich sein letztes halbes Bier wegschüttet, weil es einfach nicht mehr geht muss sitzen. Man trägt immer Verantwortung für sich und Andere. Der Metaller sollte zwar immer für sich selbst sorgen können, kann sich aber auch immer darauf verlassen, dass er niemals allein ist, wenn er Hilfe braucht. Ich meine jezz kein Bronx-Ghetto-Gang(sta)-Brother-Gequatsche. Ich meine: Wenns irgendwo hakt ist es selbstverständlich, dass geholfen wird. Das gilt natürlich auch für den Mosh-Pit. Und in der U-Bahn. Kein Mafia-Blödsinn wie unter Hoppern üblich, keine Einzelgängerei wie bei Technos. Metaller bilden Rudel. Sie arbeiten zusammen, trinken zusammen, machen/hören Musik und bleiben auf dem Teppich, während sie sowohl einzeln als auch in Gruppen klarkommen. Es gibt vielleicht Alpha-Metaller, aber jeder trifft seine eigenen Entscheidungen und ist zwar mit den anderen verbunden aber nicht von ihnen abängig. Daher hinkt der Vergleich Soldaten/Wolfsrudel außerordentlich: Wölfe hängen nicht an Nabelschnüren, Soldaten geben jedoch ihr Hirn bei Dienstantritt ab und sind prinzipbedingt an Anweisungen von oben gebunden. Also: Humbug. Ich will ja nu nich sagen, dass Metal die klügsten Köpfe hervorbringt, aber was in diesem besonders traditionsbewussten Verein an Anpassung stattfindet (trotz aller Konservativität) benötigt eine große Portion Improvisationstalent, Konsequenz und Sinn fürs Wesentliche. Bloß nich intellektuell werden. Niemals über Musik rumseihern, schon gar nicht ohne welche zu hören!                                                         United we stand with beer in our hand!
15.6.07 18:11


Status.

Ach ja. Die N. hat sich natürlich wieder mit ihrem beschissenen Freund vertragen und mich erstma abgehakt. Who cares... Der vermeintlich zerschossene Prototyp von neulich läuft doch und seit heute hab ich das Material für das Festival-Ortungssystem zusammen. Ist aber nich gerade einfach ne kostenlose Version von nem Schaltplaneditor zu kriegen... Will das dann doch nich mal "so eben" aufs Spiel setzen, auch wenns im Endeffekt günstiger war als der unight-Prototyp. (Für bessere Namensvorschläge bin ich offen: MultiLight und UniLight sind ja sogar mir zu stumpf... Es geht in erster Linie um die Verwendung sowohl als Beacon (elektrisches Knicklight), sowie den Gebrauch eines Starken Brenners als SureFire-Ersatz.)
15.6.07 17:19


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