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Frail Worlds Collapse...

So, WOA vorbei, zurück im Leben. Und das gleich mit aller Härte. War zwar ganz nett Unmengen Kohle zu verholzen, zwischen 50.000 andern Metallern rumzueiern und vor Allem die Kinder live zu sehn, aber es ist schon zum kotzen wenns nach acht Jahren das vorerst letzte Mal für diese Gruppe ist. Jeder muss ja jezz seinen eigenen Weg gehen und selbstständig werden. Nebenbei vergessen die Betroffenen meist auch noch, dass selbstständig NICHT gleichbedeutend mit arrogant, selbstsüchtig und egozentrisch ist oder verlieren ihre Persönlichkeit in Beziehungen bzw. im irgendwelchen-Exen-nachtrauern. Die Flensburgerin ist so gut wie gestorben, nachdem sie zwar beim Vorbereiten mit mir geredet hatte, aber nebenbei offenbarte, dass ihr neuer Zonenstecher sie mögl.weise wieder geschwängert haben könnte und sie das Kind diesmal behalten wolle. Nach der Hinfahrt hat sie mich eh nich mehr angeschaut und kein Wort mehr mit mir geredet, außer am letzten Abend unter grobem Alkoholeinfluss. So viel dazu. Nach Expertenmeinung das beschissenste Wacken ever. Fein. Ich geh futtern.

9.8.06 19:13


Der Tod.

Omma stirbt und keiner kann es aufhalten. Ich kann es nicht fassen, wie stark diese Frau in den letzten Wochen abgebaut hat. Sie wird nich nur älter, sondern wirklich alt... auch wenn körperlicher Verschleiss einfach dazu gehört tut der geistige Verfall richtig weh. Die Freunde sterben oder man verscherzt es sich mit Ihnen, ein Stück Familie wohnt einen Stock tiefer, aber versteht nicht wie trist dieser Alltag für eine zweifache Mutter,  vierfache Großmutter, zweifache Urgroßmutter und nicht zuletzt Ehefrau sein muss. Kein Wunder wenn man das Gefühl fürs Datum verliert, keinen Überblick über den körpereigenen Wasserkonsum hat oder seine Tabletten verwechselt. Problem ist meiner Ansicht nach auch der Tierarzt aus dem Nachbardorf, der sich seit Jahrzehnten als ihr Hausarzt halten kann. Die ständige Erreichbarkeit und die 2km Entfernung waren früher vielleicht ganz praktisch, inzwischen wäre wohl ein RICHTIGER Arzt angebrachter, der sie nicht unter Antidepressiva setzt, die zur höchstwahrscheinlichen Unverträglichkeit des restlichen Eimers der täglichen Tabletten ihren Teil beitragen. Wer Fußnägel ohne Betäubung zerbricht, freischneidet und ausreisst gehört in eine Folterkammer zur Behandlung von Kinderschändern, aber nicht in eine Praxis voller Menschen die ihm blind vertrauen.

9.8.06 19:53


Alles lebt, was nicht tot ist...

...meinte meine Freundin in einem Gespräch über Behinderte und die Grenze was denn noch "Leben" oder "lebenswert" sei. Ich bin der Überzeugung, dass z.B. unserem liebsten Spastiker Mario sein Leben kaputt gemacht wird. Ein volljähriger Typ, der sich durch körperliche Einschränkungen kaum bewegen kann, aber seine Restmotorik nicht nutzen darf, weil ihm ein Elektrorollstuhl verweigert wird. Es ist erwiesen, dass er so ein Teil fahren könnte, jedoch besteht sein Alltag vor Allem daraus, irgendwo abgestellt zu werden. Die Zeit nach der Schule sieht Folgendermaßen aus:

1. Mehrere Stunden im Flur stehen.
2. Ins Bett gebracht werden.

Das klingt für jeden anderen 18jährigen wahrscheinlich unzumutbar, aber für ihn ist es seit Jahren und für die nächste Zeit die Normalsituation.

Am Besten wäre wohl wenn wir das aufgäben, was den Menschen vor mehreren tausend Jahren von Tieren abgegrenzt hat: Wir haben Geschwächte, Alte und Kranke stets versorgt so gut es geht und niemals zurückgelassen. Wir müssen weiter Kompromisse eingehen, Rücksicht nehmen und Herz zeigen, denn in einer Welt in der Nazi-Ideologien wieder aufkochen, wo weggesehen wird und nicht der Betroffene oder sein Schöpfer selbst darüber entscheidet wann es Zeit ist zu gehen kann Alles sehr schnell gehen: Das schwächste Glied fällt weg, lässt aber keine offene Kette zurück sondern lässt die Kette immer enger werden. Plötzlich werden nicht nur Fehlbildungen zum Todesgrund sondern auch Oberflächlichkeiten wie Haarfarbe, Körperbau und das gesamte genetische Grundgerüst lassen selbsternannte Götter über den Fortbestand entscheiden. Gab es Alles schon, darf nie wieder passieren. Wir sind alle verdammt gut geraten, aber das ist auch Alles. Wir können schon froh sein, wenn die umweltunfreundlichste Gattung die die Welt je gesehen hat noch ein bisschen überleben darf und sollten uns nicht noch weiter dezimieren als wir es ohnehin schon tun.

Füreinander und miteinander.

Nachgeben und mit anfassen.

Freiräume eingestehen und aufeinander zugehen.

Ohne Hass oder Verbitterung. Mit Ohren, Augen und Deiner Stimme.

9.8.06 20:40


Death Summer Death

Kein Ende in Sicht: Gerad erfahren, dass Ommas Bruder heut morgen gestorben ist und hab mich schon gewundert, warum ich das Gefühl hatte nach Hause zu kommen und sie tot vorzufinden... Hatte mich eigentlich schon viel zu sehr damit abgefunden... gerade nach der "es könnte jeden Moment soweit sein" - Prognose vom Tierarzt. Die WOA-Gruppe ist tot, unser Clan ist tot, Ommas Bruderis tot, Turisas und Omma so gut wie... ich hab das Gefühl ich trag ne dunkle Aura und bringe Tod, Leid und Verderben.

9.8.06 20:53





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