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Metall.

Bin neulich zum ersten Mal mit meiner neu angelegten Kutte unterwegs gewesen und weiss jezz wie Frauen mit Kopftüchern sich fühlen müssen... Ich kam in diesem Zusammenhang halt auch auf den Vergleich Musik/Religion. Das trifft endlich mal den Kern: Was hat man immer even if everything else fails? Richtig. Genau das. Stichwort Anfang Christentum: Löwe+Arena+Christ= Na was wohl...Singen zum Mut machen, Musik wenn nichts Anderes bleibt. Gerade wenn mans auch noch selbst macht und auslebt, bekommt das Alles ne allesentscheidende Rolle und ist für mich Lebensinhalt mit Allem was dazugehört. Gerade unsere Musik ist ne Grundeinstellung und wir bilden tatsächlich die so gern metapherierte Metal-Gemeinde. Man glaubt daran, auch wenn nicht Alles plausibel, rational(hab ne Viertelstunde gebraucht um auf dieses Wort zu kommen) und logisch ist. Intuition und Instinkt lassen erste Eindrücke umso wichtiger werden und erzeugen schnell Vorurteile, daher ist es oft nicht jedermanns Sache, gerade in Verbindung mit großen Mengen Alkohol, die den Konsumenten ausschließlich mit dem Hirnstamm denken lassen und kognitive Prozesse aufs Wesentliche beschränken. Den Menschen macht es nun einmal aus, den ganzen Tag Entscheidungen treffen zu müssen. Die müssen aber auch in jedem Zustand getroffen werden können. Der Punkt an dem man andere anweist neuen Sprit in den Moppel zu kippen und letztendlich sein letztes halbes Bier wegschüttet, weil es einfach nicht mehr geht muss sitzen. Man trägt immer Verantwortung für sich und Andere. Der Metaller sollte zwar immer für sich selbst sorgen können, kann sich aber auch immer darauf verlassen, dass er niemals allein ist, wenn er Hilfe braucht. Ich meine jezz kein Bronx-Ghetto-Gang(sta)-Brother-Gequatsche. Ich meine: Wenns irgendwo hakt ist es selbstverständlich, dass geholfen wird. Das gilt natürlich auch für den Mosh-Pit. Und in der U-Bahn. Kein Mafia-Blödsinn wie unter Hoppern üblich, keine Einzelgängerei wie bei Technos. Metaller bilden Rudel. Sie arbeiten zusammen, trinken zusammen, machen/hören Musik und bleiben auf dem Teppich, während sie sowohl einzeln als auch in Gruppen klarkommen. Es gibt vielleicht Alpha-Metaller, aber jeder trifft seine eigenen Entscheidungen und ist zwar mit den anderen verbunden aber nicht von ihnen abängig. Daher hinkt der Vergleich Soldaten/Wolfsrudel außerordentlich: Wölfe hängen nicht an Nabelschnüren, Soldaten geben jedoch ihr Hirn bei Dienstantritt ab und sind prinzipbedingt an Anweisungen von oben gebunden. Also: Humbug. Ich will ja nu nich sagen, dass Metal die klügsten Köpfe hervorbringt, aber was in diesem besonders traditionsbewussten Verein an Anpassung stattfindet (trotz aller Konservativität) benötigt eine große Portion Improvisationstalent, Konsequenz und Sinn fürs Wesentliche. Bloß nich intellektuell werden. Niemals über Musik rumseihern, schon gar nicht ohne welche zu hören!                                                         United we stand with beer in our hand!
15.6.07 18:11
 


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